Klimaschule

Die Beruflichen Schulen Bad Wörishofen, d.h. Wirtschaftsschule, FOSBOS und Hotelfachschule, nehmen seit Frühling 2022 am Projekt Klimaschule teil.

Die Teilnahme erfolgt zusammen mit der Berufsschule Mindelheim und ihren Außenstellen Memmingen und Bad Wörishofen. Mit der Außenstelle / Berufsschule Bad Wörishofen  teilen wir uns das Schulhaus - so macht Klimaschule "unter einem Dach" Sinn!

Die Berufsschule Mindelheim engagiert sich seit mehreren Jahren als Klimaschule, daher können wir von ihrer Vorarbeit und Erfahrung profitieren. Hier geht es zur Seite "Klimaschule" der Berufsschule Mindelheim und zur Seite "Klimaschule" der Berufsschule Bad Wörishofen

Unser Zeitplan sieht vor:

Frühjahr 2022:

  • Erhebung und Auswertung der klimarelevanten Daten unserer Schule, z.B. Mobilität, Ernährung, Strom- und Papierverbrauch usw.
  • Erstellung eines gemeinsamen Klimaschutzplanes, zusammen mit der Berufsschule
  • gemeinsame Berwerbung als "Klimaschule"

Ab Sommer 2022:

  • Planung und Umsetzung von Projekten zu den Themen Mobilität, Ernährung, Unterricht, Kompensation, Abfall und Strom.

Was ist eine Klimaschule?

Klimaschule ist ein umfassender Prozess zur Etablierung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit in allen Bereichen der Schule. Er wird von der gesamten Schulfamilie getragen und hat die CO2-Neutralität und damit die Erfüllung der Pariser Klimaziele zum Ziel.

Das Konzept wurde von der Hamburger Schulbehörde entwickelt. Es leitet sich direkt vom Pariser Abkommen ab und orientiert sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN. Fast alle Staaten dieser Erde haben sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 CO2-neutral zu wirtschaften, um die Erderwärmung auf 2 Grad oder weniger zu begrenzen. Dies hätte aber bereits erhebliche Schäden und wirtschaftliche Nachteile zur Folge. Wir wissen, die Uhr tickt.

Wir wollen deshalb als Schule Vorbild sein,
– bereits früher als 2050 CO2-neutral unterrichten,
– für zukunftsorientierte Betriebe qualifizierte und motivierte Absolventen entlassen und
– unsere Schülerinnen und Schüler auch im privaten Bereich handlungsfähig machen.
Dabei werden wir von einer Jury aus Vertretern des Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus und dem Projektkoordinationsteam zertifiziert,  so wie es immer mehr Betriebe im Rahmen der EMAS -Zertifizierung oder ähnlicher Programme tun oder tun müssen.

Die Klimaschule ist aber auch ein Stück demokratische Schulentwicklung, da
– diese vom ganzen Lehrerkollegium befürwortet wurde,
– von einem Team aus allen Schulstandorten getragen wird und
– Schüler*innen so weit als möglich in alle Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse eingebunden werden.

 

Der Prozess "Klimaschule" wird durch die Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt Unterallgäu und das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) begleitet. Der Landkreis Unterallgäu trägt die Projektkosten.

Mit dem fertiggestellten Klimaschutzplan kann sich die Schule dann für die Erstzertifizierung bewerben, wenn alle Kriterien erfüllt sind. Alle Informationen dazu finden Sie auf www.klimaschule.bayern.de unter Anmeldung und Zertifizierung. Die Zertifizierung in Bayern kann man auf drei unterschiedlichen Niveaus, Bronze, Silber und Gold, erhalten, je nachdem wie viele der obigen Handlungsfelder man bearbeitet hat. Nähere Hinweise dazu finden Sie in der Handreichung zur Klimaschule Bayern.